Erfolgsfaktor Ausbildung

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Eröffnung der Zukunftswerkstatt mit „Erfolgsfaktor Ausbildung“

Am 8. März 2017 feierten wir gemeinsam mit Regionet und WKS im Bürgersaal die Eröffnung unserer Zukunftswerkstatt. Das Thema lockte 60 Menschen ins Rathaus. Das Verhältnis zwischen Unternehmen und Schülern war fast ausgeglichen, so dass rege diskutiert werden konnte. Nach der Begrüßung durch Marlis Stagat, Maike Moser und Markus Trettin führte Dieter Koep sehr sympathisch durch das Programm.

Da der Vortrag „Azubi-Übungsleiter“ leider krankheitsbedingt abgesagt werden musste, blieb mehr Zeit für die beiden Podiumsdiskussionen, in denen sich zeitweise auch das Publikum mit einbrachte. An dieser Stelle möchten wir mit Ihnen die Erkenntnisse des Tages gerne teilen:


 

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1. Podiumsdiskussion „Was macht eine Ausbildung sexy?“

Moderiert durch Marlis Stagat

Teilnehmer: Sarah Brakenwagen, Kristin Pries, Jorge Meyer

An dieser Stelle hätten wir vielleicht die Forderung nach mehr Geld und mehr Freizeit erwartet. Bei denjenigen, die sich gegen die Ausbildung und für ein Studium entschieden haben, kamen hingegen ganz andere Argumente:

  • Wir wollen unser Potential nicht verschenken
  • Wenn man schon das Abitur macht, sollte man es auch nutzen
  • Mit einem Studium hat man später mehr Chancen
  • Das Studium gibt einem mehr Sicherheit
  • Manche Berufe kann man ohne Studium nicht erlernen
  • Ausbildung hat einen schlechten Ruf
  • Mit einem Studium, kann man mehr verdienen
  • Ein Beruf sollte nachhaltig sein

 

zuwerk-02-1000x650p2. KWIS.job – Digitale Plattform für Ausbildungsplätze, Praktika und Ferienjobs

Referenten: Maike Moser (WKS), Paul Werner (Gefak)

  • Der erste Eindruck der Plattform war positiv
  • Besonderheit von KWIS.job ist die einfache Anwendung für die Unternehmen
  • Ein weiteres Merkmal ist die Regionalität
  • KWIS.job ist branchenübergreifend, d. h. Handwerk, Handel, Dienstleistungen etc.
  • Das Finetuning für Bad Segeberg ist noch am Anfang, somit können noch Wünsche und Ideen der zukünftigen Nutzer eingebracht werden
  • Kontaktdaten für weitere Informationen finden Sie hier: www.wks-se.de


 

marc-kostrzewa wfs3. Hippokrates-Code – Das Entschlüsseln von Persönlichkeitstypen

Referent: Marc Kostrzewa – Training, Coaching und Persönlichkeitsentwicklung

  • Es gibt unterschiedliche Persönlichkeitstypen, die Marc Kostrzewa anhand Wal, Hai, Delphin und Eule erklärt hat
  • Der Wal ist hilfsbereit, sehr zuverlässig und mag Sicherheit (Zur Erinnerung an den Vortrag: Der Wal kennt andere Wale, die gerne beim Umzug mithelfen und Brötchen mitbringen. Sein Lieblingsurlaubsort: Campingplatz)
  • Der Hai weiß klar, wo es lang geht, liebt Erfolg und trifft Entscheidungen. Wo der Hai ist, ist vorne! (Kommt zur Veranstaltung als letzter, um trotzdem in der ersten Reihe zu sitzen und fährt mit 21 einen 500er SL nur weil es keinen 600er gibt. Lieblingsurlaub: Las Vegas – egal mit wem, muss nur gut aussehen)
  • Der Delphin ist kommunikativ, kontaktfreudig und ideenreich. (Urlaub: Lloret de Mar mit dem Bus. Wohin ist eigentlich egal – Hauptsache Spaß)
  • Die Eule ist genau, liebt Zahlen, Daten, Fakten und gibt Antworten auf Fragen, die man gar nicht gestellt hat. (Die genaue Erklärung für ein etwaiges Zuspätkommen hier aufzuführen, würde unsere Homepage-Kapazitäten sprengen ;-))
  • Jeder hat von jedem Typ etwas in sich.
  • Manche Menschen sind mehr extrovertiert, andere mehr introvertiert, manche orientieren sich an Menschen und manche bevorzugen Sachen/Aufgaben.
  • Es wäre gut sich selbst zu erkennen und diese Erkenntnisse bei der Berufswahl zu berücksichtigen
  • Hilfreich wäre es diese „Typen“ schnell zu erkennen, um die richtige Personalauswahl treffen zu können
  • Kontaktdaten für weitere Informationen finden Sie hier: www.marckostrzewa.de

 

4. Podiumsdiskussion „Ist Ausbildung noch ein Erfolgsfaktor?“

Moderiert durch Marlis Stagat

Teilnehmer: Julia Büttner, Matthias Osbahr, Florian Bolsmann, Egor Zahn, Felix Neumann, Carina Hagemann

  • Ohne eigene Ausbildung in den jeweiligen Betrieben gehen Werte verloren
  • Unternehmen sind sich ihrer Verantwortung bei der Entwicklung und Begleitung der jungen Menschen bewusst
  • Karrierechancen sind in den Unternehmen vorhanden
  • Eine Ausbildung schließt ein Studium nicht aus (duale Ausbildung, berufsbegleitende Studiengänge)
  • Schüler nehmen Ausbildung als „verschwendete Zeit“ wahr – „Dann kann man besser gleich studieren.“
  • „Aus mir soll mal was werden, darum muss ich studieren“
  • Die Schüler schätzen die Möglichkeit ein höheres Einkommen zu generieren, höher ein, wenn sie ein abgeschlossenes Studium nachweisen können
  • Studium bedeutet heute ein großer Zeitaufwand, oftmals länger als ein Arbeitstag
  • Die Eltern haben einen großen Einfluss auf den Werdegang der Jugendlichen. Teilnehmende Schüler schätzten das auf 40-50% ein
  • Der Wunsch nach einem regelmäßigen Unterrichtsfach ist da (Soll aber keine Werbeplattform für einzelne Unternehmen sein, sondern Schüler auf`s Leben vorbereiten)
  • Es gibt viele Angebote sich zu informieren für die Schüler, dennoch oder genau deswegen fällt es schwer sich zu entscheiden
  • Informationsangebote in der Schule werden oftmals als „Pflicht“ angesehen
  • Wenn man gleich in die Ausbildung geht, hat man den Vorteil schon jahrelang Geld zu verdienen, in der Zeit, wo die Studierenden erst mal investieren müssen
  • Empfehlung der Unternehmer an die Schüler: Nutzt Praktika!
  • Kritische Frage: Gibt es in Segeberg bald mehr Häuptlinge als Indianer

 

zuwerk-04-1000x650pDas war nur ein Auszug dessen, was wir in diesen 2 ½ Stunden im Rathaus erlebt haben. Die Auswertung der Feedbackbögen hat ergeben, dass die Veranstaltung als durchweg positiv bewertet wurde. Fast alle Teilnehmer würden die Veranstaltung sicher weiterempfehlen. Gerne hätte man noch mehr Zeit zum Austausch gehabt. Für das nächste Mal wünschen sich einige, dass auch die Lehrer mit einbezogen werden. Für das Handwerk gelten in einigen Bereichen „andere Gesetze“. Diese zu beleuchten, wäre in einer weiteren Veranstaltung schön. Besonders wertvoll wurde die gemeinsame Veranstaltung von mehreren Institutionen bewertet. Auch die Tatsache, dass sich die Schüler hier mit einbringen konnten und nicht nur Informationen entgegennehmen sollten, war ein Erfolgsfaktor für diese Veranstaltung.

Was lernen wir Unternehmer nun daraus? Viele von uns haben eigene Kinder, für die wir uns ebenfalls den besten aller Berufe wünschen. Erfolg. Sicherheit. Ein gutes Einkommen. Einige von uns haben ebenfalls studiert. Manche haben auch erst eine Ausbildung genossen und später studiert. Die Schüler halten uns grad den Spiegel vor. Die klassischen Ausbildungen sind teilweise in Verruf gekommen. Die Karrieremöglichkeiten sind denen, die in unseren Betrieben arbeiten bestens bekannt, allerdings sollten wir schon Werbung bei den Schülern dafür machen. In einigen Ausbildungsberufen gibt es schon Ausbildung Hoch 3. Hierbei sind die nächsten Karriereschritte nach der Ausbildung schon vorgegeben. Ist das vielleicht ein Zukunftsmodell? Zukünftig wird die Anzahl der Bewerbungen auf Ausbildungsplätze schon aufgrund der demographischen Entwicklung rückgängig sein. Nur wie steuern wir dem entgegen, dass wir noch Bewerber verlieren, die nur glauben, dass sie unbedingt ein Studium benötigen und eigentlich lieber lernen möchten.

Schlussendlich müssen wir uns ebenso Gedanken darüber machen, dass wir für die nächste Generation auch attraktiv genug vom Standort bleiben. Es gibt also viel zu tun!

Weitere Ideen und Anregungen nehmen wir gerne entgegen. In der Zukunftswerkstatt ist das Mitarbeiten erlaubt!

 


 

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