Barrierefreiheit versus bunt und schön?

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Aus Sicht unserer Unternehmer schließt das eine das andere nicht aus. Dennoch kochen derzeit die Emotionen etwas hoch. Die Ursache ist, dass die Stadt Bad Segeberg die bestehende Sondernutzungssatzung zur Verbesserung der Barrierefreiheit aber auch zur Verbesserung des Erscheinungsbildes aktualisieren möchte.

 

Der zeitliche Ablauf im Überblick

  • 1. Workshop im Januar 2015
  • 2. Workshop im November 2016
  • Gespräch 1. Vorsitzende mit Mitarbeiterin im Bauamt 13.12.2016
  • Begehung der Innenstadt 09.01.2017 (Andre Hoffmann, Marlis Stagat)
  • Außerordentliche Sitzung Handel Aktiv 10.01.2017
  • Erneute Begehung der Innenstadt 16.01.2017 (WfS-Gruppe „Barrierefreiheit“)
  • Austausch im Rathaus 18.01.2017
  • 3. Workshop 09.03.2017

 

bariere06Was sind die bisherigen Erkenntnisse?

Es ist unstrittig, dass das Thema Barrierefreiheit im Rahmen der baulichen Möglichkeiten so gut es geht umgesetzt werden muss. Aus Sicht von WfS bedeutet das, dass uns Menschen, die aufgrund ihres Alters oder einer Behinderung auf Hilfsmittel wie Rollatoren, Rollstühle, Krücken etc. ohne zusätzliche Schwierigkeiten in unseren Geschäften besuchen können. Natürlich gilt dies auch für Passanten mit Kinderwagen, - karren o. ä.

Die Schwierigkeiten bestehen vor allem darin, dass wir hier nur über ein „Teilprojekt“ reden. Denn die aus unserer Sicht relevanten Themen „Überquerbarkeit des Parkplatzes“, „Stolperfalle Abflussrinne“ und „Ausreichend zentrumsnahe Behindertenparkplätze“ gehören nicht zum Auftrag der Stadt an die CIMA, die vertreten durch Regina Schröder, diese Veränderung begleiten soll. Auch sind fehlende Evaluationen aus den vorangegangenen Projekten anderenorts ein Hindernis. Denn ohne Ziel, Sinn oder Mehrwert dieser Veränderung, ist es schwierig die Unternehmer zu überzeugen auf ihre bisher freiverfügbare Außenstellfläche (3 m ab Fassade unter Berücksichtigung der Rettungsgasse) zu verzichten.

Das Votum der Segeberger Kunden auf Nachfrage der Lübecker Nachrichten z. B. über Facebook war sehr eindeutig. Segeberg wird vor allem wegen seiner Vielfältigkeit, der Farben und der Außendarstellung geliebt. Eine Notwendigkeit der Veränderung wird nicht gesehen.

Die Mitarbeiterinnen des Bauamtes mit der CIMA-Beraterin befürchten allerdings ein weiteres Ausufern der werblichen Darstellung. Insbesondere der Aspekt der Ästhetik bietet viel „Gesprächssprengstoff“. Geschmäcker sind unterschiedlich - und das war einmal mehr in der Diskussion am 9. März im Rathaus zu erkennen.

 

bariere07Segeberg hat eine funktionierende Innenstadt.

Und so soll es doch auch bleiben. Barrierefreiheit muss gegeben sein. Werden die Unternehmen vor Ort diese Voraussetzung eigenverantwortlich ohne zusätzliche Regularien einhalten können?

WfS hat sich auch in den letzten Jahren stark mit eingebracht, wenn es um das Erscheinungsbild der Innenstadt geht. Dazu gehören auch die Instandhaltung der Blumenampeln und die finanzielle Unterstützung der Weihnachtsbeleuchtung, die unser Mietglied Niels Oumar von Basses Blatt sicherstellt.

Wir werden in unserer WfS-Gruppe „Barrierefreiheit“ zeitnah die Argumente auswerten und entscheiden, wie wir als Unternehmerverein verantwortungsbewusst und konstruktiv mit diesem Thema umgehen wollen.

 

WfS-Gruppe Barrierefreiheit: Volker Eckstein, Andre Hoffmann, Michael Hänchen, Irmtraud Hiesler und Marlis Stagat

 

 


 

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